Hinzu kommen Symptome wie das Abflachen emotionaler Regungen sowie des allgemeinen inneren Antriebs, Defizite in der gedanklichen Verarbeitung von Eindrücken und Zusammenhängen sowie depressive Phasen nach einem akuten Krankheitsschub.
Ursachen der Entstehung von Schizophrenie sind vielfältig und bedingen eine sorgfältige Diagnose, um eine Abgrenzung zu anderen Krankheiten und Störungen sicherzustellen. Eine erbliche Disposition ist auf jeden Fall Teil der Krankheitsentstehung bei Betroffenen, aber darüber hinaus sind stets individuelle äußere Einflüsse und Auslöser beteiligt, um eine Schizophrenie entstehen zu lassen.
Der schleichend verlaufende Beginn der Erkrankung erschwert eine Diagnose, und oft vergehen Jahre, in denen sich die schizophrene Erkrankung entwickelt und nach und nach verstärkt, bis schließlich tatsächlich auftretende Symptome eindeutig einer Schizophrenie zugeordnet werden können.
Der Krankheitsverlauf beim Vorliegen einer Schizophrenie ist oft schubweise, wobei es auch chronische Verläufe gibt. Krankheitsschübe können mehrere Wochen oder auch mehrere Monate anhalten.
Die Behandlung von Schizophrenie schließt medikamentöse Behandlung mit verschiedenen Neuroleptika ein, sowie je nach Ausprägung und Schweregrad, die Anwendung verschiedener soziotherapeutischer Ansätze und auch psychotherapeutische Maßnahmen. Ziel der therapeutischen Maßnahmen ist es, dem Tagesablauf und der Lebensgestaltung von Betroffenen wieder eine gewisse Struktur zu verleihen.
Für Betroffene und auch ihre Angehörigen ist es wichtig, sich mit dem Krankheitsbild Schizophrenie auseinanderzusetzen und zu verstehen, welche Auswirkungen sich für Kranke, ihre Familie und ihr soziales Umfeld ergeben. Eine Selbsthilfegruppe kann hierbei gute und niederschwellige Dienste leisten, da im Kreise ebenfalls Betroffener ein Austausch von Fragen, Erfahrungen und Informationen über das Krankheitsbild sowie mögliche Behandlungsformen gegeben werden kann.