Diese Missgefühle treten in Phasen der körperlichen Entspannung und
Ruhe auf, tagsüber und auch nachts im Schlaf. Während der Nacht führen
diese Beschwerden zu unwillkürlichen Muskelzuckungen, die ihrerseits den
Schlaf unterbrechen, weil sie zu kurzen und unbewussten Aufwachphasen führen.
Außerdem fällt es an Restless-Legs-Syndrom Leidenden allgemein schwer,
abends einzuschlafen und Nächte erholsam durchzuschlafen. Dies führt
auf die Dauer zu Müdigkeit tagsüber, Konzentrationsstörungen
und allgemeiner Erschöpfung und möglichen weiteren Symptomen.
Die Diagnose des Restless-Legs-Syndroms ist häufig nicht einfach, weil
die Erkrankung zunächst gegen andere Leiden mit ähnlichen Symptomen
abgegrenzt werden muss. In Bezug auf die Ursache der Erkrankung wird unterschieden
zwischen einer genetisch bedingten, sprich vererbten Form des Restless-Legs-Syndroms,
und der sogenannten sekundären Form, die durch andere Erkrankungen oder
Mangelzustände ausgelöst werden kann.
Wenn die auslösende Störung oder Situation nicht mehr besteht, verschwindet
normalerweise auch das Restless-Legs-Syndrom es sei denn, es ist eine
generelle genetische Disposition vorhanden, die die Erkrankung dann manifestiert.
Als Behandlungsform ist in den meisten Fällen eine medikamentöse
Therapie angezeigt. Welche Präparate und Wirkstoffkombinationen in Frage
kommen, hängt vom Einzelfall ab. In leichten Fällen können unter
anderem auch gymnastische Übungen, Yoga oder fernöstliche gymnastisch
orientierte Übungsformen (Qigong u.a.) in Frage kommen.