Der Großteil der Krankheitsfälle ereignet sich, ohne dass eine benennbare äußere Ursache oder ein genetisch bedingter Auslöser vorliegt. Ein gewisser Anteil der Erkrankungsfälle ist erblich bedingt. Außerdem kann Parkinson durch äußere Einflüsse auf das Nervensystem ausgelöst werden – durch Neuroleptika und eventuell auch der Gebrauch von Amphetaminen, durch traumatische Verletzungen des Kopfes, bei durch äußere Erreger ausgelöste Erkrankungen des Gehirns oder auch durch toxische Substanzen.
Durch das Absterben von Nervenzellen in einem Teil des Mittelhirns kommt es zu einem Mangel an dem Botenstoff Dopamin. Hierdurch wird nach und nach die Großhirnrinde nicht mehr ausreichend stimuliert, was zu körperlichen Symptomen führt, die als Leitsymptome für Parkinson bezeichnet werden: Muskelstarre (lat. Rigor), ein generell verlangsamte Bewegungsablauf, Muskelzittern (lat. Tremor) sowie eine allgemeine Instabilität der körperlichen Haltung. Darüber hinaus kann es zum Auftreten von weiteren körperlichen und auch kognitiven Störungen kommen.
Obwohl die Erkrankung an Parkinson bei heutigen Stand der Forschung noch nicht ursächlich behandelt werden kann und die Krankheit weder verhindert noch ihr Fortschreiten wirklich aufgehalten werden kann, bestehen vielfältige Möglichkeiten der Therapie. Diese schließen sowohl Formen der medikamentösen Behandlung mit ein als auch Möglichkeiten, durch operative Eingriffe den Krankheitsverlauf zu beeinflussen. Durch verschiedene physiotherapeutische Ansätze kann daran gearbeitet werden, den degenerativen Auswirkungen von Parkinson auf motorische, sensitive und kognitive Funktionen entgegenzuwirken.
Großen Stellenwert für das Auseinandersetzen Betroffener mit ihrer Krankheit und wie sie ihr Leben beeinflusst, kommt den mittlerweile weltweit zahlreichen Selbsthilfegruppen für Parkinson zu. Neben der Chance zum Aufbau sozialer Kontakte mit ebenfalls Betroffenen und am Thema Interessierten sowie dem Austausch persönliche Erfahrungen mit der Krankheit bietet sich hier auch die Möglichkeit, sich gezielt über Behandlungsformen und die verschiedenen Therapieformen zu informieren.