Theorien über die Ursache dieser Krankheit gibt es viele. Es ist anzunehmen, dass oftmals verschiedene Faktoren für den Ausbruch der Krankheit und auch für ihren Verlauf zusammenspielen. Eine Diagnose von Morbus Crohn gestaltet sich häufig schwierig, da zunächst einmal andere Erkrankungen des Magen-Darm-Systems ausgeschlossen werden müssen, um ein klares Bild zu bekommen. Erst dann kann mit dem Planen einer stets individuellen Therapie bzw. Behandlung begonnen werden, die jedoch nicht nach einem festen Schema erfolgt, sondern sich stets dem individuellen Krankheitsverlauf angepasst werden müssen.
Morbus Crohn ist eine Krankheit, die Betroffene ihr ganzes Leben begleitet. Eine Heilung ist derzeit noch nicht möglich, aber mit gezielten Maßnahmen können Krankheitsschübe gemildert werden. Es kann auch versucht werden, durch entsprechende Medikamente gezielt auf eine Dämpfung der Entzündung im Allgemeinen hinzuarbeiten. Dies ist jedoch stets vom einzelnen Patienten und seinem Zustand abhängig. Komplikationen, die im Krankheitsverlauf auftreten, müssen ggf. zusätzlich operativ behandelt werden.
Neben der klassischen Schulmedizin sowie die Möglichkeit, durch eine gezielte Ernährungsumstellung bzw. eine spezielle Diät den Krankheitsverlauf zu mildern, gibt es auch Behandlungsansätze in alternativmedizinischer Form, deren Wirksamkeit jedoch noch nicht empirisch belegt ist, die aber im Einzelfall oft gute Ergebnisse zeitigen.
Gerade in diesem Bereich ist der Austausch von Betroffenen in Selbsthilfegruppen ein wichtiger Faktor, weil hier konkrete eigene Erfahrungen weitergegeben werden können, die anderen möglicherweise helfen. Darüber hinaus bietet eine Gruppe Halt und aufgefangen werden im Kreise von Menschen, die die eigene Situation wirklich verstehen können – aus eigenem Erleben.