Die in der Öffentlichkeit bekannteste Form der Messie-Symptomatik ist das zwanghafte Sammeln und Horten von Dingen, die in den meisten Fällen prinzipiell keinen Wert haben und eigentlich weggeworfen würden, Dadurch kann es zu schweren Fällen von Wohnungs-Vermüllung kommen.
Auslösenden oder unterstützenden Einfluss auf derartiges Verhalten können Faktoren haben wie z. B. wie die (mangels Lernerfahrung) Unfähigkeit, die eigene Wohnung in Ordnung zu halten. Auch eine übersteigerte Form des Gedankens "Diesen Gegenstand kann ich bestimmt noch mal gebrauchen", eventuell gepaart mit einem übersteigerten Bedürfnis nach materiellem Besitz / Gier-Verhalten kann zum Kumulieren dieses Hort-Triebs führen.
Darüber hinaus können auch seelische Störungen Depression etc. vorliegen, möglicherweise ausgelöst durch traumatische Erfahrungen im Leben der Betroffenen, die diese ein Stück weit aus der Lebensbahn geworfen haben. Auslösende oder aufrechterhaltender Wirkung beim Auftreten des Messie-Syndoms können auch nicht verarbeitete Trauer über den Tod geliebter Menschen haben. Ein solch unverarbeiteter Verlust kann zu einer Angst vor Verlassenwerden führen, die dann unter Umständen durch das Festhalten / das Horten von Dingen des täglichen Gebrauchs kompensiert werden soll.
Die Mannigfaltigkeit der möglichen Ursachen machen es oft sehr schwer, Menschen, die unter dem Messie-Syndrom leiden, konkrete Hilfsangebote zukommen zu lassen. Die Suche nach einem Weg aus der Situation muss aus dem Betroffenen selbst heraus erfolgen, was vielen Betroffenen aber aus eigener Kraft nicht gelingt. Eine sehr offene Form von Coaching, oder auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe, bieten Möglichkeiten auf persönlichem Bezug aufbauend beratend auf den Messie einzuwirken und ihm eine erste Hilfestellung bei der Bewältigung seiner Situation anzubieten.