Wenn man Depression / deprimiert sein mit "traurig sein" oder "schlecht
drauf" gleichsetzt, wird man einem Zustand in keinster Weise gerecht, der
für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt in das Leben und die Befindlichkeit
darstellt.
Depression ist eine Krankheit, deren Symptome und Erscheinungsformen umfassende
vielfältige Einschränkungen und Störungen im Befinden der Betroffenen
einschließen und das gesamte Leben des Erkrankten nachhaltig beeinträchtigt.
Die möglichen Symptomatiken und Symptom-Kombinationen sind sehr vielfältig.
Mit den Oberbegriffen "Stimmungseinengung", "Trauer" und
"Antriebshemmung" lassen sich verschiedene Symptomatiken zusammenfassen.
Störungen im Biorhythmus wie Schlafstörungen und ein insgesamt gestörter
Tagesrhythmus sowie Unruhezustände addieren sich zu dem möglichen
Erscheinungsbild der Krankheit. Darüber hinaus können vielfältige
Gefühle negativer Selbstwahrnehmung, der Beunruhigung und Störungen
der Einordnung von negativen und positiven Umständen auftreten.
Die obige Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern
soll nur eine generelle Grundrichtung umreißen.
Die Diagnose einer Depression und auch das Forschen nach möglichen Ursachen
ist stets ein komplexer Vorgang. Therapieansätze schließen medikamentöse
Therapie mit Antidepressiva sowie psychotherapeutische Maßnahmen ein.
Darüber hinaus bieten verschiedene andere Therapieformen, je nach Schwere
der Depression, Hoffnung auf Besserung oder einen Heilungserfolg.
Selbsthilfegruppen stellen einen begleitenden Faktor für Therapien dar,
sind jedoch auch für sich selbst genommen ein möglicher erster Schritt
für eine Verbesserung des Zustandes. Der Austausch mit gleichermaßen
Betroffenen sowie die Möglichkeit, sich über Therapieformen zu informieren,
bieten oft erste Lösungsansätze.