Sowohl die Erkrankung an Lyme-Borrelliose sowie das sogenannte Rückfall-Fieber sind schwere Erkrankungen, die für die Betroffenen eine massive gesundheitliche Belastung bedeuten.
Sowohl bei der Lyme-Borreliose als auch bei Rückfall-Fieber macht die Vielzahl der möglichen Symptome die Diagnostik der eigentlichen Erkrankung schwierig. Oftmals wird nicht die Borreliose selbst diagnostiziert, sondern nur Symptome behandelt. Durch Medikamente wie Schmerzmittel und Entzündungshemmer, Operationen oder auch durch die Verordnung von Antidepressiva wird an der eigentlichen Ursache nichts geändert, und die durch eine Borreliose ausgelösten Beschwerden quälen die Patienten weiter.
Die Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der trotz medizinischer Behandlung andauernde Krankheitszustand bedeuten für viele Erkrankte einen schweren Verlust von Handlungsfähigkeit und Lebensqualität und damit einhergehend oftmals auch den Rückzug in die soziale Isolation.
Eine Möglichkeit, dem gegenzusteuern, bieten Borreliose-Selbsthilfegruppen, die es mittlerweile praktisch überall im Bundesgebiet gibt.
Im Kreise ebenfalls Betroffener wird hier durch persönlichen Erfahrungsaustausch klar, dass man mit der eigenen Krankheit nicht alleine ist. Darüber hinaus können z. B. im Rahmen von Fachvorträgen, Visitationen, durch die gemeinsam organisierte Teilnahme an Tagungen zum Thema Borreliose etc. wertvolle Informationen zur Krankheit selbst und den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten vermittelt werden.
Hierdurch kann Borreliose-Kranken und auch ihren Angehörigen geholfen werden, die Krankheit besser zu verstehen und mit ihr besser umzugehen, sowie Anregungen für Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten zu bekommen. Die Gemeinschaft in der Gruppe kann außerdem entscheidend dabei helfen, persönliche Motivation aufzubauen und den Mut im Kampf gegen die quälende Erkrankung Borreliose nicht zu verlieren.